Lexikon

Abfahrtssignalanlage
Für den schaffnerlosen Verkehr unerläßliche Einrichtung, die nach Beendigung des Fahrgastwechsels das vom Triebwagenführer ausgelöste optisch-akustische Abfahrtssignal mit der Türschließung automatisch gekoppelt und dem Triebwagenführer den geschlossenen Zustand der Einstiegstüren anzeigt.
Abreißbremse
Mechanische Vorrichtung, die bei unbeabsichtigter Zugtrennung die Feststellbremse des abgetrennten Wagens oder Zugteiles in Funktion setzt und dadurch diesen zum Stillstand bringt. Die Auslösevorrichtung der Abreißbremse der einzelnen Fahrzeuge sind unabhängig von der Wagenkupplung miteinander verbunden. Fahrzeuge mit selbsttätiger Druckluftbremse oder Federspeicherbremse benötigen keine mechanische Abreißbremse.
Abweiser
Bei Triebwagen und Beiwagen in der Hauptfahrtrichtung angeordnete Schutzeinrichtung gegenüber Hindernissen. Die Abweiser sind über die gesamte Fahrzeugbreite höhenverstellbar und beweglich angebracht.
Accelerator
s. Beschleuniger
Achse
Bei Schienenfahrzeugen starr mit den Rädern zum Radsatz verbundenes Bauelement.
Achslager
Achslager mit Federung
Als Gleitlager oder Wälzlager ausgebildete Bauelemente, zur Lagerung der Achse. Achslager werden in am Fahrgestell befestigten Achsgabeln gehalten und nach unten durch Achsgabelstege (auch Achssteg) gesichert.
Achsstand
1.) Entfernung der im Hauptrahmen des Fahrzeugs festgelagerten Achsen. Der Achsstand der ersten Straßenbahnwagen lag zwischen 1500 mm und 1800 mm.
2.) Entfernung der im Drehgestell gelagerten Achsen.
Albertkupplung
Nach dem Erfinder Albert benannt, zwischen 1910 und 1920 entwickelte Form der Kupplung. Der Kupplungstyp ist nicht selbsttätig. Die Albertkupplung wurde bei der deutschen Straßenbahn zur meistverwendeten Kupplungsbauart zwischen 1920 und 1950.
APS - Stromzuführung
APS - Stromversorgung aus dem Boden
APS steht für Alimentation par le Sol (Stromversorgung aus dem Boden).
Mit der APS-Technik, wird die Stromzuführung über eine Mittelstromschiene bei Straßenbahnen realisiert. Diese Technik wurde in Frankreich entwickelt.
Bei diesem System befindet sich in der Gleismitte eine Stromschiene, die 750 Volt Gleichspannung führen kann. Die Stromschiene ist in einzelne Sektionen unterteilt. Jede Sektion besteht aus einer 8 Meter langen spannungsführenden Schiene und einem 3 Meter langen isolierten Abschnitt. Wird die Stromschiene von einer Straßenbahn überfahren, sendet diese per Funk ein codiertes Signal aus, das jenen Abschnitt der Stromschiene aktiviert, der sich zur Gänze unter dem Fahrzeug befindet. Es können maximal zwei der 11 Meter langen Segmente gleichzeitig aktiviert werden. Bevor die Straßenbahn ein Segment verlässt, wird es abgeschaltet und aus Sicherheitsgründen geerdet.
Das System wird an den Stellen angewendet, wo das Stadtbild durch eine Oberleitung nicht verschandelt werden soll. Die APS-Technik ist gegenüber der herkömmlichen Stromzuführung, über die Oberleitung, ca. dreimal so teuer.
Arbeitswagen
Veraltete Bezeichnung für Sonderfahrzeuge.
Aufbauwagen
Nach dem zweiten Weltkrieg hergestellte Straßenbahnfahrzeuge, für die überwiegend elektrische und mechanische Baugruppen kriegszerstörter Wagen verwendet wurden.
Auslöser
Zur Unterbrechung des Fahrstroms.
Aussenbeleuchtung
Beleuchtung des Fahrzeuges nach aussen, um das Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmer bei Dunkelheit sichtbar zu machen, aber auch um die Fahrbahn zu beleuchten und so andere Verkehrsteilnehmer sicht bar zu machen.